Jochen Bacher, Landschaftspflege, Im Käsbühl 6, 71554 Weissach im Tal, Telefon: 07191/954242
Highlander vom Käsbühlhof

Rinderzucht
Die gedankliche Gründung des Käsbühlhofes liegt im Jahr 2000 zur Zeit der BSE-Krise und war als „sichere“ Nahrungsquelle für den Eigenbedarf gedacht. Im Jahr 2001 hielten die ersten 3 Hochlandrinder Einzug auf dem Hof.

Das Fleisch der von dort an gezüchteten Jungtiere fand schnell auch bei Freunden und Verwandten regen Zuspruch, die Notwendigkeit entstand eine größere Herde aufzubauen. Der Kreis der Interessenten wuchs in den letzten Jahren schneller als die Zahl der Tiere, sodass Wartezeiten von bis zu 6 Monaten gerne in Kauf genommen wurden um an das schmackhafte Fleisch der Tiere zu gelangen. Auf stattliche 80 Exemplare ist die Herde zwischenzeitlich angewachsen. Als Futtergrundlage stehen ca. 80 Hektar Weideland im Sommer wie im Winter den Tieren zur Verfügung. Die einzelnen Herden sorgen so für den Erhalt unserer schwäbischen Kulturlandschaft. Artenreiche Baumwiesen sorgen mit der Vielzahl von Gräsern und Kräutern für den unverwechselbaren Fleischgeschmack.
Der Schutz des Blätterdaches von über 1500 Streuobstbäumen, unter welchen die Tiere auch selbständig ihre Kälber zur Welt bringen, hilft in der heißen Sommerzeit ebenso wie bei einem kühlen Herbstschauer. Der angebotene Unterstand wird nur in extremsten Situationen benötigt. Die bis zu 10 Hektar großen Weiden ermöglichen bei ausgeglichenem Tierbesatz eine Co-Existenz von Nutz- und Wildtieren. Unsere wildtierdurchlässige Umzäunung ermöglicht es sogar dem Rehwild seine tägliche Äsung ungestört auf unseren Wiesen am Waldrand aufzunehmen. Oft ist sogar zu beobachten, dass Rehkitze neben weidenden Rindern im Gras verborgen auf ihre Eltern warten. Die langsam ziehenden Herden, welche oft in ganzjähriger Nachbarschaft zum Wild leben, beunruhigen dieses nicht mehr. Durch die Beweidung ergeben sich im stetigen Wechsel Flächen unterschiedlicher Aufwuchshöhen, sodass für bodenbrütende Vögel, Amphibien, Eidechsen ständig ihren unterschiedlichen Ansprüchen gerechte Flächen zur Verfügung stehen. Eine Mahd mit der Maschine sorgt dagegen in Minutenschnelle für hektarweise gleichmäßige Flächen, die keinen Lebensraum mehr für ursprünglich hier lebende Tiere bieten.
zum Pressebericht im Waiblinger Wochenblatt vom Juni 2004 (ca. 280 KB)
zum Pressebericht im RemsMurrJournal vom März 2007 (ca. 215 KB)
 
Mutterkuh mit Jungtier auf sommerlicher Hangweide   

Unsere heimischen Streuobstwiesen und Bergweiden werden von unseren Rindern auf schonende und ökologisch sinnvolle Weise gepflegt. Die Gräser und Kräuter sowie quellfrisches Wasser, geben zusammen mit der täglichen Bewegung dem Fleisch den unverwechselbaren Geschmack und die einzigartige Qualität. Die Größe der verschiedenen Weiden von bis zu 6 Hektar ermöglichen jedem Tier sich frei zu bewegen und sich auf gesunde Art zu entwickeln. Der Einsatz von Medikamenten zur Gesunderhaltung ist hierbei nicht nötig.

Die Witterungseinflüsse der ganzjährigen Weidehaltung die im Winterhalbjahr durch Unterstand und Heufütterung ergänzt wird, trainieren das Immunsystem und fördern den hohen Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen im Fleisch, welche bei modernen Mastmethoden verloren gehen.

Die hohe Qualität des Fleisches resultiert aus den extensiven Aufzuchtbedingungen. Dies erfordert aber gleichzeitig intensive Betreuung der oft bis zu 20 km vom Hof entfernt weidenden Herden und stellt hohe Ansprüche an das Weidemanagement.

Pause in der Mittagshitze "Starsky", einer unserer beider Zuchtbullen Pause in der Mittagshitze
     
Klauenpflege
Jährliche Blutentnahme u. Kastration von Jungbullen
   
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